Für die schönsten Wochen des Jahres möchten wir Ihnen wieder einige Lesetipps mit auf den Weg bzw. auf die Reise geben… Jetzt hat man endlich wieder Zeit, ein schönes Buch zu lesen.

Es gibt viele neue Romane in der Bücherei, auch interessante Sachbücher wurden angeschafft – lassen Sie sich inspirieren! Es ist bestimmt etwas für Sie dabei …

Alle Bücher können in der öffentlichen Bücherei St. Matthäus ausgeliehen werden – die im Übrigen auch wäh­rend der Sommer­ferien für alle Lesehungrigen zu den nor­malen Zeiten geöffnet ist (kleine Ausnahme: Donnerstagvormittag ist die Bücherei wäh­rend der Ferien geschlossen):

Di: 14:30 – 19:00 Uhr   
Mi – Do: 14:30 – 18:00 Uhr  
Sa: 09:30 – 12:30 Uhr  

Hier geht es weiter …

Kathrin Hanke: Die Giftmörderin Grete Beier. Biographischer Kriminalroman. Gmeiner-Verlag 2017. Signatur: Lesetipp Sommer GreteHanke

Bis jetzt kennen wir Kathrin Hanke von ihren zusammen mit Claudia Kröger als Autorenduo verfassten Heide-Krimis rund um die Lüneburger Kommissarin Katharina von Hagemann.

Dies ist nun ihr erster allein geschriebener Roman. Sie erzählt uns die Geschichte von Grete Beier, die 1908 22-jährig als verurteilte Giftmörderin durch die Guillotine hingerichtet wurde. Dabei ist es kein klassischer Kriminalroman. Schon im Prolog erfahren wir, wie der Mord an ihrem Verlobten von statten ging und wie das Todesurteil vollstreckt wurde. Auch die Ermittlungsarbeiten der Polizei und das Gerichtsverfahren stehen nicht im Mittelpunkt. Vielmehr geht es Kathrin Hanke darum zu ergründen, wie die junge Frau aus gutem Haus zu einer letztlich kaltblütigen Mörderin werden konnte.

Kathrin Hanke wurde in Hamburg geboren. Nach dem Studium der Kulturwissenschaften jobbte sie beim Radio als Redakteurin, schrieb Artikel für Zeitungen, arbeitete als Ghostwriterin und entschied sich schließlich für das Werbetexten. Aber sie liebt auch die dunklen Seiten des Lebens und so liest sie genauso gern Kriminelles wie sie es schreibt. Kathrin Hanke lebt nach Stationen in anderen Städten mit ihrer Familie in ihrer Heimatstadt Hamburg und ist Mitglied im Syndikat, der Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur.

Daniela Krien: Die Liebe im Ernstfall. Diogenes-Verlag 2019.Signatur: Krien

Lesetipp Sommer LiebeIn der Geschichte geht es um fünf Frauen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und dennoch haben sie etwas gemeinsam: die Liebe quält sie. Wie gehen sie um mit ihren Partnerschaften, den Kindern oder gar dem Singleleben? Was macht die Frauen aus? Und vor allem: Wie viel Leid kann man ertragen für die Liebe?

Besonders hervor sticht der außergewöhnliche Schreibstil der Autorin, der einen direkt in seinen Bann zieht und mitten ins Herz trifft. Mit zeitlichen Sprüngen zwischen Gegenwart und Vergangenheit erfährt man in fünf Abschnitten, stets benannt nach der jeweiligen Figur, wie es den Frauen ergeht.

Das was den Frauen passiert, ist so unfassbar und dennoch so wahr, was man aber wahrscheinlich erst so richtig glauben kann, wenn man ähnliches durch hat oder einfach mehr Lebenserfahrung besitzt.

Erst zum Ende des Romans kristallisiert sich heraus welche Verbindungen zwischen den Frauen bestehen, was ich richtig gelungen fand, denn beim Lesen habe ich stets gemutmaßt und mit gerätselt ob die Frauen sich kennen und wie sie zueinander stehen.

Daniela Krien, geboren 1975 in Neu-Kaliß, studierte Kulturwissenschaften und Kommunikations- und Medienwissenschaften in Leipzig. Seit 2010 ist sie freie Autorin, 2011 erschien ihr Roman ›Irgendwann werden wir uns alles erzählen‹, der in 14 Sprachen übersetzt wurde. Ihr 2014 veröffentlichter Erzählband ›Muldental‹ wurde 2015 mit dem Nicolas-Born-Debütpreis ausgezeichnet. Daniela Krien lebt mit zwei Töchtern in Leipzig.

Yanis Kostas: Tod am Aphrodite Felsen. Sofia Perikles`erster Fall. Hoffmann u. Campe 2019. Signatur: KostaLesetipp Sommer Yannis

Meistens kommt es im Leben anders, als man es ich vorstellt und geplant hat. Genau das muss die Elitestudentin Sofia Perikles gerade feststellten. Nach dem Studium in London wollte sie in ihrer Heimat Zypern eine steile Karriere im Innenministerium machen, doch die neue kommunistische Regierung macht Sofia in einem 50 Seelen Dorf an der griechischen-türkischen Grenze zur Dorfpolizistin.

In Kato Kautrafas passiert so gut wie nie etwas, es gibt nicht einmal ein Polizeirevier. Doch dann stolpert Sofia über einen Autounfall mit zwei Toten und irgendwie schaut der Unfall nicht so recht nach einem Unfall aus und Sofia beginnt genauer zu ermitteln.

Orte, Landstriche, Strände, spezielle Gebäude sind ebenso genau wie zyprische Spezialitäten sehr gut mit der Geschichte und dem Fall verwoben, ebenso politische und geschichtliche Gegebenheiten.

Yanis Kostas wurde 1982 in Berlin geboren. Seine Mutter ist Deutsche, sein Vater griechischer Zypriot. Er arbeitet als Reporter und Journalist und berichtet aus ganz Europa über politische und gesellschaftliche Ereignisse. Unter anderem Namen hat er bereits einige sehr erfolgreiche Frankreich-Krimis veröffentlicht.

Tatiana de Rosnay: Fünf Tage in Paris. Bertelsmann 2018. Signatur: Rosna

Lesetipp Sommer ParisNur die Eltern und die beiden Kinder. So lautet die klare Ansage von Mutter Lauren Malegarde, als sie Linden und Tilia bittet nach Paris zu kommen, um den 70. Geburtstag von Vater Paul zu feiern. Ein ungewöhnlicher Ort, wohnen die Eltern doch im Département Drôme, aber dem Wunsch der Mutter ist Folge zu leisten. Allerdings empfängt die Hauptstadt die Familie nicht mit dem gewohnten Charme, ein Hochwasser historischen Ausmaßes droht die Stadt zu überschwemmen und es regnet unerlässlich. Das Programm wird angepasst, doch bald schon müssen sie noch mehr Planänderungen vornehmen, denn beim gemeinsamen Abendessen bricht Paul mit einem Schlaganfall zusammen und die Erkältung der Mutter stellt sich als schwere Lungenentzündung heraus. Während in ganz Paris der Ausnahmezustand herrscht, ereilt dieser ganz im Kleinen auch die Familie Malegarde.

Tatiana de Rosnay lebt als Tochter einer Engländerin und eines französischen Biologen in Paris. Sie hat bisher elf Romane geschrieben, von denen fünf ins Deutsche übersetzt wurden. Ihr größter Bestseller war "Sarahs Schlüssel". Ihre Roman wurde weltweit 13,5 Millionen Mal verkauft. Mehrere ihrer Werke wurden verfilmt, neben "Sarahs Schlüssel" "Moka" und "Boomerang". "Fünf Tage in Paris" eroberte auf Anhieb die Nr. 1 der französischen Bestsellerliste und war auch in den USA ein großer Erfolg.

Christian Lüdke/ Kerstin Lüdke: Wenn die Seele brennt. Überraschende Perspektiven im Umgang mit Krisen. Medhochzwei-Verlag 2019. Signatur: Ps 3.3 / Lüdke

Krisen gehören zum Leben: Stress am Arbeitsplatz, in der Beziehung oder Freundschaften, Schwierigkeiten bei der Lesetipp Sommer SeeleSelbstfindung, Glaubens- und Sinnkrisen - wir alle kennen solche Situationen. Doch muss man an Krisen nicht zwangsläufig zerbrechen. Schaffen wir es, trotz der Krise positiv zu denken und aus der jeweiligen Situation das Beste zu machen, können wir unsere Befindlichkeit und Gesundheit maßgeblich steuern. Der Psychotherapeut und Traumaexperte Dr. Christian Lüdke zeigt in der Neuauflage seines Buches "Wenn die Seele brennt", wie man belastende Situationen überlegt angeht und meistert.

Dr. phil. Kerstin Lüdke ist Polizeibeamtin. Tätigkeit u. a. für die Spezialeinheiten der Polizei NRW (Verhandlungsgruppe). Systemisches Coaching und Ausbildung in psychologischer Akutintervention nach traumatischen Ereignissen. Christian Lüdke, Dr. phil. Jahrgang 1960, ist Kinder- und Jugendpsychotherapeut und Klinischer Hypnotherapeut. Liane Metzler ist Fotografin aus Köln.

Lisa Ortgies: Ich möchte gern in Würde altern, aber doch nicht jetzt. Erwachsensein für Profis. Kiepenheuer & Witsch 2018. Signatur: Ps 2.22 / Ortgi

Lesetipp Sommer OrtgiesFühlen wir uns jünger, als wir sind? Und wenn ja ― wer soll uns dann ernst nehmen?

Passe ich noch in die Skinny Jeans? Was spricht eigentlich gegen ein weiteres Kind? Oder für einen zweiten Mann? Müsste ich mich nicht politisch engagieren? Halbmarathon oder Achtsamkeitstraining? WDR-Moderatorin Lisa Ortgies erzählt schwungvoll und mit viel Selbstironie, mitunter angriffslustig, aber voller Gefühl von Männern und Frauen, die alles richtig machen wollen, aber manchmal plötzlich vor der Entscheidung »alles« oder »richtig« stehen.

Lisa Ortgies, geboren 1966, arbeitete nach der Ausbildung an der Henri-Nannen-Schule für verschiedene Zeitschriften und das NDR Kulturmagazin. Sie war Kolumnistin bei EMMA und moderiert seit zwanzig Jahren die Sendung frauTV im WDR Fernsehen. 2014 wurde ihr der Luise-Büchner-Preis für Publizistik verliehen.

Christian Eigner: Babys für Einsteiger. Stiftung Warentest 2017. Signatur: Pä 2.11 / Eigne

Mit Hilfe des bewährten Pro-Kontra-Konzeptes liefert „Babys für Einsteiger“ Lesetipp Sommer BabysOrientierung im Dschungel aus guten Ratschlägen, Omas Weisheiten und Ammenmärchen. Ein praktischer Ratgeber für frischgebackene Mütter und Väter. Leser erfahren, wie man sein Baby beruhigt, was in eine Wickeltasche gehört und wie sich Gefahrenstellen im Haushalt entschärfen lassen. Ein wunderbar sinnvolles Geschenk für werdende Eltern: Von Stillpositionen über Babykurse bis zu Einschlafhilfen. Mit 365 liebevoll illustrierten Tipps und Infos auch wird das erste Babyjahr eine entspannte Freude. Das praktische Taschenbuch deckt alle wichtigen Themenfelder ab, wenn es etwa um Erstausstattung, Fertigmilch, Kinderwagen und Babybetten geht.

Christian Eigner hat viele Jahre als Ratgeber-Redakteur gearbeitet. Mittlerweile ist er als freier Journalist und Buchautor tätig, vor allem für die Stiftung Warentest. Er schreibt regelmäßig für das Haushalts-Ressort der Zeitschrift "test". Ganz nebenbei schmeißt er den Haushalt seiner Familie.

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